Empfohlen vom Versicherungsberater
Dieter Freigang

Die Wohngebäudeversicherung ist empfehlenswert für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften.

Versichert ist das Wohngebäude: Zubehör, welches der Instandhaltung des Gebäudes oder dessen Nutzung zu Wohnzwecken dient, gilt als versichert, soweit es sich in dem Gebäude befindet oder außen am Gebäude angebracht ist.

Nebengebäude, Garagen und Carports sind ebenfalls versicherbar, müssen in der Regel aber einzeln angegeben werden.

Versicherungsschutz in der Wohngebäudeversicherung ist erhältlich gegen Gefahren wie:

Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden an Rohren)
Sturm, Hagel
Elementarschäden (Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen)
Innere Unruhen
oder als sogenannte All-Risk Deckung wo grundsätzlich gegen jede Gefahr Versicherungsschutz besteht, bis auf die die ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.

Versicherungssumme

Die richtige Versicherungssumme in der Wohngebäudeversicherung richtet sich nach dem Wert des Gebäudes und kann anhand eines Wertermittlungsbogens (hier bieten die Versicherer entsprechende Formulare an), eines Gutachters oder auf Basis der tatsächlichen Baukosten ermittelt werden. Wichtig ist die korrekte Ermittlung der Versicherungssumme besonders in Hinblick auf die sogenannte Unterversicherung. Diese Versicherungssumme wird zunächst auf den fiktiven “14-er Wert” zurückgerechnet. Das ist der Wert, den das Gebäude im Jahre 1914 gehabt hätte. So wird der Versicherungswert 1914 und die dazugehörige Versicherungssumme 1914 gebildet. Die Versicherungssumme für die Gegenwart wird unter Zuhilfenahme des Bundesbauindexes errechnet, der die jährlichen Veränderungen der Preise, der Löhne usw. erfasst. Somit ist auch gewährleistet das Preisänderungen in der Versicherungssumme immer automatisch berücksichtigt werden, was im Umkehrschluss aber auch bedeutet das der Jahresbeitrag nicht immer konstant bleibt.

Abweichend von der Ermittlung der Versicherungssumme gibt es auch sogenannte Quadratmetermodelle zur Ermittlung der Versicherungssumme bzw. Prämie. Diese bieten einfacherer Möglichkeiten der Prämienermittlung, sind aber vielfach auch teurer in der Prämie.

Leistungen im Schadenfall

Ersetzt wird der Neuwert der zerstörten Sachen. Bei beschädigten Sachen werden die notwendigen Reparaturkosten erstattet. Falls kein Wiederaufbau erfolgt wird nur der Zeitwert erstattet.

Zusätzliche Kostenpositionen sind zum Teil mitversichert wie z.B.: Aufräum- und Abbruchkosten oder Schadenabwendungs-und Schadenminderungskosten.

Weiter wollen wir an dieser Stelle nicht auf die Wohngebäudeversicherung im Allgemeinen eingehen, dazu gibt es genug Informationen im Netz. Wir möchten hier lieber auf einige wichtige Erweiterungen und Klarstellungen im Versicherungsschutz hinweisen, die Sie in Ihrem Vertrag ggf. berücksichtigen sollten. Neben unseren Hinweisen haben wir auch mögliche zu vereinbarende Klauseln angeführt, teilweise finden Sie diese auch so in verschiedenen Vertragswerken, manchmal leider aber auch nicht. Als Grundlage für unsere Tipps haben wir die aktuellen Musterversicherungsbedingungen für Wohngebäude Stand 2013 des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV genommen. Die Bedingungen, selbst die 2008 der XX Versicherung könnten davon abweichen. Sollten Sie einen Vergleich durchführen empfehlen wir Ihnen Ihre Bedingungen mit denen des GDV zu vergleichen. Das Ergebnis dann mit unseren Empfehlungen zu überprüfen, um so den Versicherungsumfang besser prüfen zu können. Leider gibt es keine einfachere Methode. Versicherungsbedingungen aus anderen Jahren z.B. VGB 1988 können natürlich abweichend sein, auch hier empfiehlt sich genaues lesen.

Hinweise Feuerversicherung

Es besteht die Möglichkeit über das Risiko Feuer sogenannte Innere Unruhen mitzuversichern. Die entsprechende Klausel haben wir hier aufgeführt.

Innere Unruhen

Es besteht die Möglichkeit über das Risiko Feuer sogenannte Innere Unruhen mitzuversichern. Die entsprechende Klausel haben wir hier aufgeführt.

Klausel Innere Unruhen

Abweichend von Abschnitt A § 1 Nr. 2 b) VGB besteht Versicherungsschutz auch dann, wenn der Versicherungsfall auf innere Unruhen zurückzuführen ist. Innere Unruhen liegen vor, wenn zahlenmäßig nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung in einer die öffentliche Ruhe und Ordnung störenden Weise in Bewegung geraten und Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen verüben.

Marderbiss

Man kannte lange Zeit den Einschluss von Marderbissschäden nur in der KFZ-Versicherung. Aufgrund von Schadenserfahrungen in der Vergangenheit gibt es Angebote die Versicherungsschutz für diese Risiko anbieten. Ein Klausel für diese Deckung könnte wie folgt aussehen.

Klausel Marderbiss an elektrischen Anlagen, Dämmungen und Unterspannbahnen

In Erweiterung zu Abschnitt “A” § 1 VGB 2008 ersetzt der Versicherer auch Schäden an elektrischen Leitungen und elektrischen Anlagen innerhalb von versicherten Gebäuden sowie Schäden an Dämmungen und Unterspannbahnen von Dächern, die unmittelbar durch Marderbiss oder den Biss sonstiger wildlebender Kleinnager entstehen. Folgeschäden aller Art, z.B. durch fehlen elektrischer Spannung, fallen nicht unter den Versicherungsschutz.

Fahrzeuganprall

In der Regel geht man davon aus, dass die Haftpflichtversicherung des Verursachers für den Schaden aufkommt. Doch was ist wenn der keine Haftpflicht hat und auch sonst mittellos ist. Weiterhin bekommt man als Schadenersatz nur den Zeitwert, während die Wohngebäudeversicherung den Neuwert bei Wiederherstellung erstattet. Daher ist es sehr sinnvoll diese Klausel zu vereinbaren.

Klausel Fahrzeuganprall

In Erweiterung von Abschnitt A § 2 Nr. 1 VGB leistet der Versicherer Entschädigung für versicherte Sachen, die durch Anprall eines sonstigen Fahrzeuge, seiner Teile oder seiner Ladung zerstört oder beschädigt werden oder infolge eines solchen Ereignisses abhanden kommen.

Rauch- oder Seng- und Schmorschäden sowie Blindgängerschäden

Eine Erweiterung der versicherten Umfanges um sog. Rauch, Seng- und Schmorschäden ist sehr zu empfehlen. Gerade verschmorte Leitungen bieten eine erhöhtes Schadenpotential und aus der “normalen” Deckung würde sonst nur geleistet, wenn ein Brand (Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag) Ursache der Beschädigung wäre, gleiches gilt für die Rauch- und Sengschäden. Blindgängerschäden sind sicherlich extrem selten, aber eine Absicherung beruhigt.

Klausel Rauch- oder Seng- und Schmorschäden sowie Blindgängerschäden

In Erweiterung von Abschnitt A § 2 Nr. 2 VGB leistet der Versicherer auch Entschädigung für versicherte Sachen, die durch Rauch und Ruß (auch wenn die nicht Folgen eines Brandes sind), Seng oder Blindgängerschäden zerstört oder beschädigt worden sind. Als Rauchschaden gilt jede unmittelbare Zerstörung oder Beschädigung der versicherten Sachen durch Rauch, der plötzlich bestimmungswidrig aus den auf dem Versicherungsgrundstück befindlichen Feuerungs-, Heizungs-, Koch- oder Trockenanlagen austritt.

Abweichend von Abschnitt A § 2 Nr. 5 b) VGB sind auch die dort bezeichneten Seng- und Schmorschäden mitversichert, die nicht durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion entstanden sind.

Überspannungsschäden

Sogenannte Überspannungsschäden sind in vielen Konzepten mitversichert. Man beachte aber die teilweise unterschiedlichen Definitionen der Überspannung. Wir haben im folgende eine sehr umfangreiche Klausel definiert.

Klausel Überspannung

1. In Ergänzung zum Versicherungsschutz für Blitzschlagschäden leistet der Versicherer Entschädigung auch für Schäden, die an versicherten elektrischen Einrichtungen und Geräten durch Überspannung, Überstrom und Kurzschluss infolge eines Blitzes oder durch sonstige atmosphärische bedingte Elektrizität entstehen.

Verpuffung, Überschalldruckwellen.

Eine sinnvolle Erweiterung des Versicherungsschutzes um Schäden aufgrund Verpuffung und Überschalldruckwellen ist empfehlenswert. Man denke nur z.B.: an den Reservebenzinkanister in der Garage oder ähnliche Gebinde oder eben halt an die berühmten Tiefflieger.

Klausel Verpuffung, Überschalldruckwellen

1. In Erweiterung von Abschnitt A § 2 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Verbundene Wohngebäudeversicherung (VGB) leistet der Versicherer auch Entschädigung für versicherte Sachen, die durch Verpuffung Überschalldruckwellen zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.

2. Verpuffung: Verpuffung ist eine selbstständige Flammenausbreitung in explosionsfähiger Atmosphäre oder in einem Explosivstoff mit Geschwindigkeiten unterhalb der Schallgeschwindigkeit.

3. Überschalldruckwellen Ein Schaden durch eine Überschalldruckwelle liegt vor, wenn sie durch ein Luftfahrzeug ausgelöst wurde, das die Schallgrenze durchflogen hat, und diese Druckwelle unmittelbar auf versicherte Sachen oder auf Gebäude, in denen sich versicherte Sachen befinden, einwirkt.

Stromschwankungen, Kurzschluss

Auch Versicherungsschutz für Stromschwankungen kann man in der Wohngebäudeversicherung mitversichern, dieser Versicherungsschutz ist nicht nur auf die haushaftpflicht informationenbegrenzt.

Klausel Stromschwankungen und Kurzschluss

Schäden durch Stromschwankungen und Kurzschluss Abweichend von Abschnitt A § 2 Nr. 3 VGB ersetzt der Versicherer auch Schäden durch Stromschwankungen und Kurzschluss. Die Entschädigung beträgt je Versicherungsfall maximal die Höhe des Versicherungswertes gemäß Abschnitt A § 10 VGB.

Graffiti-Schäden

Gerade in Städten kommen sie immer wieder vor die Graffiti-Schäden. Von Versicherern wird diese Deckung teilweise angeboten, die Entschädigungsleistung wird aber in der Regel doch sehr begrenzt.

Klausel Graffiti

Versichert sind die erforderlichen Kosten für die Beseitigung von Schäden durch Graffiti (Verunstaltung durch Farben oder Lacke) an Ein- und Zweifamilienhäusern, die durch unbefugte Dritte an Außenseiten von versicherten Sachen im Sinne von Abschnitt A § 5 VGB verursacht werden. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall und Versicherungsjahr auf maximal 10.000 EUR begrenzt. Der bedingungsgemäß als entschädigungspflichtig errechnete Betrag wird je Versicherungsfall um eine Selbstbeteiligung in Höhe von 500 EUR gekürzt. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, den Schaden dem Versicherer und der zuständigen Polizeidienststelle unverzüglich anzuzeigen.

Gebäudebeschädigung durch unbefugte Dritte

Bei einem Einbruch kommt es sehr oft zu Gebäudebeschädigungen. Räume die über eine Hausratversicherung erfasst sind, sind in der Regel über diese Klausel nicht mitzuversichern, weil die Beschädigungen durch einen Einbruch über die Hausratversicherung mitgedeckt sind. Aber bei einem Mehrfamilienhaus ist die Haupteingangstür (Gemeinschaftseigentum) nicht über eine Hausratversicherung abgesichert, hier ist diese Klausel sehr wichtig.

Klausel Gebäudebeschädigungen durch unbefugte Dritte

1. In Erweiterung von Abschnitt A § 7 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer die notwendigen Kosten, die dem Versicherungsnehmer für die Beseitigung von Schäden an Türen, Schlössern, Fenstern, Rolläden und Schutzgittern, eines versicherten Gebäudes, wenn die Schäden dadurch entstanden sind, daß ein unbefugter Dritter in das Gebäude eingebrochen, eingestiegen oder mittels falscher Schlüssel oder anderer Werkzeuge eingedrungen ist, versucht durch eine Handlung gemäß Nr. 1 a) in ein versichertes Gebäude einzudringen.

2. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf die Versicherungssumme begrenzt.

Feuerlöschkosten

In der Regel sind Feuerlöschkosten nicht vom Geschädigten an die Feuerwehr zu leisten, aber es gibt in besonderen Fällen Ausnahmen und gerade Ausnahmen sind bekanntlich teuer. Daher sollte man diese Position mitversichern.

Klausel Feuerlöschkosten

Die Löschtätigkeit der Feuerwehren erfolgt gebührenfrei, die damit zusammenhängenden Kosten sind von der Gemeinde zu tragen. Gehen die Hilfeleistungen der Feuerwehr über die gesetzlichen Aufgabenbereiche hinaus – z.B. Einsatz von Sonderlöschmitteln, Kosten für Stellung einer Brandwache, Einsatz weit über die Gemeindegrenze hinaus und muss der Geschädigte diese Aufwendungen ersetzen, sind sie bis 100% der Versicherungssumme mitversichert.

Mutwillige Beschädigung

Die Löschtätigkeit der Feuerwehren erfolgt gebührenfrei, die damit zusammenhängenden Kosten sind von der Gemeinde zu tragen. Gehen die Hilfeleistungen der Feuerwehr über die gesetzlichen Aufgabenbereiche hinaus – z.B. Einsatz von Sonderlöschmitteln, Kosten für Stellung einer Brandwache, Einsatz weit über die Gemeindegrenze hinaus und muss der Geschädigte diese Aufwendungen ersetzen, sind sie bis 100% der Versicherungssumme mitversichert.

Klausel Mutwillige Beschädigungen

In Ergänzung zu A § 7 VGB 2008 ersetzt der Versicherer auch die notwendigen Kosten für die Beseitigung von Schäden an versicherten Gebäuden und Sachen, die dadurch entstehen, dass ein unbefugter Dritter das Gebäude vorsätzlich beschädigt oder zerstört. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf 10.000 € begrenzt. Es gilt eine Selbstbeteiligung je Schadenfall von 250 €.

Dekontamination von Erdreich

Bei einem Feuerschaden kommt in der Regel Löschwasser zum Einsatz. Mit dem Löschwasser werden dann die verschiedensten Stoffe in das Erdreich eingebracht. Die Kosten für die Entfernung und besonders Lagerung auf einer passenden Deponie sind in der Regel erhebliche Kostenpositionen. Diese Kosten sollten in der jeder Police mitversichert sein und das in ausreichender Höhe, z.B. Höhe der Versicherungssumme.

Klausel Kosten für die Dekontamination von Erdreich

1. In Erweiterung von Abschnitt A § 7 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer die notwendigen Kosten, die dem Versicherungsnehmer aufgrund behördlicher Anordnungen infolge eines Versicherungsfalles entstehen, um Erdreich des im Versicherungsschein bezeichneten Grundstücks zu untersuchen oder zu dekontaminieren oder auszutauschen, den Aushub in die nächstgelegene, geeignete Deponie zu transportieren und dort abzulagern oder zu vernichten, insoweit den Zustand des im Versicherungsschein bezeichneten Grundstücks vor Eintritt des Versicherungsfalles wiederherzustellen.

2. Die Aufwendungen gemäß Nr. 1 werden nur ersetzt, sofern die behördlichen Anordnungen aufgrund von Gesetzen oder Verordnungen ergangen sind, die vor Eintritt des Versicherungsfalles erlassen waren und eine Kontamination betreffen, die nachweislich infolge dieses Versicherungsfalles entstanden ist und innerhalb von neun Monaten seit Eintritt des Versicherungsfalles ergangen sind und dem Versicherer ohne Rücksicht auf Rechtsmittelfristen innerhalb von drei Monaten seit Kenntnis der Anordnung gemeldet wurden. Wird durch den Versicherungsfall eine bestehende Kontamination des Erdreichs erhöht, so werden nur die Aufwendungen ersetzt, die den für eine Beseitigung der bestehenden Kontamination erforderlichen Betrag übersteigen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob und wann dieser Betrag ohne den Versicherungsfall aufgewendet worden wäre. Die hiernach nicht zu ersetzenden Kosten werden nötigenfalls durch Sachverständige festgestellt. Aufwendungen aufgrund sonstiger behördlicher Anordnungen oder aufgrund sonstiger Verpflichtungen des Versicherungsnehmers einschließlich der sogenannten Einliefererhaftung werden nicht ersetzt. Entschädigung wird ferne geleistet, soweit von Dritten Ersatz verlangt werden kann. Aufwendungen, die der Versicherungsnehmer zur Abwicklung oder Minderung des Schadens macht, werden nur insoweit ersetzt, als sie mit der Entschädigung zusammen die Jahreshöchstentschädigung nicht übersteigen, es sei denn, dass sie auf einer Weisung des Versicherers beruhen. Für Aufwendungen gemäß Nr. 1 durch Versicherungsfälle, die innerhalb eines Jahres eintreten, ist Entschädigungsgrenze die Versicherungssumme als Jahreshöchstentschädigung

Kosten gemäß Nr. 1 gelten nicht als Aufräumungskosten gemäß § 7 Ziff. 1 a) VGB 2008.

Radioaktive Isotope

Diese mitzuversichern ist nur für sehr wenige Schadenfälle notwendig, aber wenn können dadurch erhebliche Kosten ausgelöst werden.

Klausel Schäden durch radioaktive Isotope

Versichert sind die infolge eines Versicherungsfalles notwendigen Kosten durch Schäden an den versicherten Sachen, die als Folge eines unter die Versicherung fallenden Schadenereignisses durch radioaktive Isotope entstehen, insbesondere Schäden durch Kontamination und Aktivierung.

Das gilt nicht für radioaktive Isotope von Kernreaktoren.

Kosten für Abbruch, Aufräumung, Abfuhr und Isolierung radioaktiv verseuchter Sachen infolge eines Versicherungsfalles nach Absatz 1 werden ersetzt, soweit die Maßnahmen gesetzlich geboten sind.

Klauseln Leitungswasser

Regenfallrohre innerhalb des Gebäudes.

Bei vielen Gebäuden in Städten findet man Regenfallrohre die durch das Gebäude verlaufen. Sind die nicht besonders im Versicherungsschutz erwähnt und es kommt zu einem Schaden aus so einem Rohr besteht kein Versicherungsschutz. Daher sollte jeder, der innenlaufende Regenfallrohre hat, darauf achten diese mit in den Versicherungsschutz einzubeziehen.

Klausel Regenfallrohre innerhalb des Gebäudes

Abweichend von Abschnitt A § 3 Nr. 4 a) VGB gilt als Leitungswasser auch Wasser, das aus im Gebäude verlaufenden Regenfallrohren bestimmungswidrig ausgetreten ist. In Erweiterung von Abschnitt A § 3 Nr. 1 VGB sind frostbedingte und sonstige Bruchschäden an im Gebäude verlaufenden Regenfallrohren versichert. Die Entschädigung beträgt je Versicherungsfall maximal die Höhe des Versicherungswertes gemäß Abschnitt A § 10 VGB.

Schwimmbecken, Wasserbecken, Springbrunnen

Sollten solche Becken vorhaben sein, sollte unbedingt der Versicherungsschutz dementsprechend erweitert werden.

Klausel Erweiterung Leitungswasser

In Erweiterung von § 3 Ziff. 3 gilt als Leitungswasser auch Wasser das aus Schwimmbecken, Springbrunnen, Tischbrunnen, Wasserbecken oder ähnlichen Sachen bestimmungswidrig ausgetreten ist.

Rohrverstopfungen

Ob ein Versicherungsschutz für Rohrverstopfungen notwendig ist, bzw. überhaupt mit dem Gedanken des Versicherungsschutzes eines Gebäudes zu tun hat kann man streiten. Sollte diese Deckung gewünscht werden, wäre folgende Klausel sinnvoll.

Klausel Aufwendungen für die Beseitigung von Rohrverstopfungen

In Erweiterung von Abschnitt A § 3 VGB sind die notwendigen Kosten für die Beseitigung von Verstopfungen von Ableitungsrohren innerhalb versicherter Gebäude sowie auf dem Versicherungsgrundstück mitversichert. Die Entschädigung beträgt je Versicherungsfall maximal die Höhe des Versicherungswertes gemäß Abschnitt A § 10 VGB.

Armaturen.

Auch hier gilt zu hinterfragen, ob hierfür ein Versicherungsschutz notwendig ist oder ob solche Schäden nicht jeder selber zahlen kann.

Klausel Armaturen

In Erweiterung von Abschnitt A § 3 Nr. 1 b) VGB ersetzt der Versicherer auch sonstige Bruchschäden an Armaturen (z. B. Wasser- und Absperrhähne, Ventile, Wassermesser, Geruchsverschlüsse). Ausgeschlossen sind Bruchschäden an bereits defekten Armaturen.

Weiterhin ersetzt der Versicherer die Kosten für den Austausch der zuvor genannten Armaturen, soweit dieser Austausch infolge eines Versicherungsfalles gemäß Abschnitt A § 3 Nr. 1 VGB im Bereich der Rohrbruchstelle notwendig ist.

Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf maximal 1.000 EUR begrenzt.

Gasrohre

Diese müssen gesondert eingeschlossen werden, dieses kann über die folgende Klausel erreicht werden.

Klausel Gasrohre

In Erweiterung von Abschnitt A § 3 Nr. 1 a) und Nr. 2 VGB sind Frost- und sonstige Bruchschäden an Rohren der Gasversorgung auf dem Versicherungsgrundstück (innerhalb und außerhalb versicherter Gebäude) versichert.

Zuleitungsrohre auf dem Grundstück

Auch hier sollte die Deckung die standardisiert in der Wohngebäudeversicherung enthalten ist um unten angeführte Klausel erweitert werden.

Klausel Weitere Zuleitungsrohre auf dem Grundstück

Der Versicherer leistet Entschädigung für außerhalb von Gebäuden eintretende frostbedingte und sonstige Bruchschäden an den Zuleitungsrohren der Wasserversorgung oder an den Rohren der Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen, die auf dem Versicherungsgrundstück verlegt sind, aber nicht der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen, sofern der Versicherungsnehmer die Gefahr trägt. Die Entschädigung beträgt je Versicherungsfall maximal die Höhe des Versicherungswertes gemäß Abschnitt A § 10 VGB.

Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Sicher nicht für jeden relevant, aber falls doch haben Sie hier eine passende Klausel .

Klausel Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Der Versicherer leistet Entschädigung für außerhalb von Gebäuden eintretende frostbedingte und sonstige Bruchschäden an den Zuleitungsrohren der Wasserversorgung oder an den Rohren der Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen-, oder Solarheizungsanlagen, die außerhalb des Versicherungsgrundstückes liegen und der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen, sofern der Versicherungsnehmer die Gefahr trägt. Die Entschädigung beträgt je Versicherungsfall maximal die Höhe des Versicherungswertes gemäß Abschnitt A § 10 VGB.

Ableitungsrohre auf dem Versicherungsgrundstück.

Unbedingt zu empfehlen ist die Mitversicherung dieser Position auch unter Mitversicherung der Ableitungsrohre die für Regenwasser bestimmt sind. Es wird wohl kaum einen Versicherer geben, der hier bis zur Versicherungssumme leistet unserer Vorschlag mit den 10.000 € ist schon eine großzügige Deckung. Falls für den Einzelfall mal mehr benötigt wird bedarf es sicherlich einer Verhandlung mit dem Versicherer, der dann bestimmt auch einiges an Daten haben möchte, wie Alter der Rohre, Bewuchs über den Rohren usw.

Klausel Erweiterte Versicherung von Ableitungsrohren auf dem Versicherungsgrundstück

In Erweiterung von Abschnitt A § 3 Nr. 2 VGB sind Frost- und sonstige Bruchschäden an Ableitungsrohren der Wasserversorgung außerhalb versicherter Gebäude auf dem Versicherungsgrundstück versichert, soweit diese Rohre der Entsorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen. Versichert sind auch Rohre die der Entsorgung von Regenwasser dienen. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf maximal 10.000 EUR begrenzt.

Versicherungsnehmer und Versicherer können unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten die Erweiterte Versicherung von Ableitungsrohren auf dem Versicherungsgrundstück durch schriftliche Erklärung kündigen. Der Versicherungsnehmer kann bestimmen, dass seine Kündigung erst zum Schluss des laufenden Versicherungsjahres wirksam wird.

Macht der Versicherer von seinem Kündigungsrecht Gebrauch, so kann der Versicherungsnehmer die Wohngebäudeversicherung innerhalb eines Monats nach Zugang der Erklärung des Versicherers zum gleichen Zeitpunkt kündigen.

Kündigt der Versicherer ordentlich, so gebührt ihm der Teil des Beitrages, der der Dauer der Gefahrtragung entspricht. Gleiches gilt, wenn der Versicherungsnehmer gemäß Nr. 4 Satz 2 kündigt.

Ableitungsrohre ausserhalb des Versicherungsgrundstückes

Dies ist ein Punkt der nicht für jeden Versicherungsnehmer relevant ist. Beispiele wo ein solcher Versicherungsschutz notwendig sein kann sind z.B.: Rohre die über das Nachbargrundstück laufen bevor der Anschluss an die öffentliche Kanalisation erfolgt.

Klausel Erweiterte Versicherung von Ableitungsrohren außerhalb des Versicherungsgrundstücks

In Erweiterung von Abschnitt A § 3 Nr. 2 VGB sind Frost- und sonstige Bruchschäden an Wasserableitungsrohren versichert, die außerhalb versicherter Gebäude und außerhalb des Versicherungsgrundstücks verlegt sind und der Entsorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen, soweit der Versicherungsnehmer dafür eine Gefahr trägt. Versichert sind auch Rohre die der Entsorgung von Regenwasser dienen. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf maximal 10.000 EUR begrenzt.

Regenwasseraufbereitung

Der Versicherungsschutz für eine Regenwasseraufbereitungsanlage muss extra im Vertrag erfasst werden, die folgende Klausel wäre ein Formulierungsvorschlag.

Klausel Anlagen zur Regenwasseraufbereitung für die Hausversorgung

1. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf Schäden durch Wasser, das aus Regenwasseraufbereitungsanlagen bestimmungswidrig ausgetreten ist.

2. Innerhalb versicherter Gebäude sind versichert, Frost- und Bruchschäden an Rohren der in Nr. 1 genannten Anlagen, Bruchschäden durch Frost an sonstigen Einrichtungen der in Nr. 1 genannten Anlagen.

3. Außerhalb versicherter Gebäude sind versichert Frost- und sonstige Bruchschäden an Rohren der in Nr. 1 genannten Anlagen, soweit diese Rohre der Versorgung der versicherten Gebäude oder Anlagen dienen und sich auf dem Versicherungsgrundstück befinden.

Schwimmbecken außerhalb des Gebäudes auf dem Versicherungsgrundstück

Ein Schwimmbecken auf dem Grundstück ist separat im Versicherungsschutz zu erwähnen, wichtig, falls vorhanden, nicht die Abdeckung vergessen.

Klausel Schwimmbecken mit Abdeckung außerhalb des Gebäudes auf dem Versicherungsgrundstück

In Erweiterung von Abschnitt A § 5 VGB 2008 erstreckt sich die Versicherung gegen Leitungswasser, Rohrbruch/Frost (Abschnitt A § 3 VGB 2008) und Sturm/Hagel (Abschnitt A § 4 VGB 2008) auch auf das auf dem Versicherungsgrundstück befindliche Schwimmbecken, inklusive der für die Versorgung des Schwimmbeckens dienenden, dort verlegten Rohre und Einrichtungen sowie der fest installierten Abdeckung.

Waschmaschinen und Spülmittelschläuche

Es dringendst zu empfehlen Versicherungsschutz für diese möglichen Schadenfälle miteinzubeziehen. Gerade ein geplatzter Schlauch aus dem über Stunden Wasser austritt kann massivste Schäden verursachen.

Klausel Waschmaschinen- und Spülmaschinenschläuche

In Erweiterung des Abschnittes A § 3 Nr. 1 VGB sind Bruchschäden an Waschmaschinen- und Spülmaschinenschläuchen mitversichert, soweit durch den Schaden ein ersatzpflichtiger Leitungswasserschaden gemäß Abschnitt A § 1 Nr. 1 bb) VGB entstanden ist.

Rückstau

In der Regel ist Rückstau über die Elementarschadenversicherung zu versichern, sollte es jemand über Leitungswasser in der Wohngebäudeversicherung mitversichern kann er evtl. vermeiden eine separate Elementarschadendeckung abschließen zu müssen.

Klausel Rückstau

Abweichend von § 3 Ziff. 4 dd. VGB 2008 sind Schäden durch Rückstau versichert, wenn das Abwassersystem des Gebäudes über Rückstausicherungen entsprechend der geltenden Bauvorschriften verfügt.

Klauseln Sturmversicherung

Laden und Schaufensterscheiben

Bei gemischt genutzten Gebäuden also gewerblich und überwiegend wohnwirtschaftlich kann der Fall eintreten dass es Laden- und Schaufensterscheiben gibt. Damit diese in der Sturmversicherung mitversichert sind muss der Ausschluss der in der Wohngebäudeversicherung vorhanden ist wieder aufgehoben werden.

Klausel Laden und Schaufensterscheiben

Abweichend von § 4 Ziff. 4 bb) sind Schäden an Laden und Schaufensterscheiben mitversichert.

Generelle Klauseln

Rohbauversicherung

Die sogenannte Feuerrohbauversicherung ist sicherlich vielen bekannt, dass man die Deckung erweitern kann nicht so vielen. Grundsätzlich empfehlen wir aber den Abschluss eine Bauleistungsversicherung. Sollte die ohne die Gefahr Feuer abgeschlossen werden ist eine möglichst umfangreiche Deckung bei Feuer in der Rohbauversicherung umso wichtiger. In der unten angeführten Klausel haben wir das entsprechend berücksichtigt.

Klausel Rohbauversicherung

Mitversichert sind bei Neu-/Rohbauten und zwar beitragsfrei für maximal 24 Monate

a)i n der Feuerversicherung die zum Bau des Gebäudes bestimmten, auf dem Bauplatz oder in seiner unmittelbaren Nähe lagernden Baustoffe, soweit der Versicherungsnehmer dafür die Gefahr trägt.

b) in der Leitungswasserversicherung Schäden durch Leitungswasser – mit Ausnahme von Frostschäden -vor Bezugsfertigkeit. Die Bestimmungen des § 11 Nr. 1 c VGB 88 bleiben unberührt.

c) in der Sturmversicherung Schäden durch Sturm vor Bezugsfertigkeit, wenn das Gebäude fertig gedeckt ist alle Außentüren eingesetzt sind alle Fenster verglast oder in anderer Weise gleichwertig verschlossen sind.

Definition versichertes Gebäude

Sehr wesentlich ist eine umfangreiche Definition des versicherten Gebäudes. Auch wenn die folgende Klausel sehr umfangreich ist, aber wer denkt schon an die Sonderfälle Carport auf Gemeinschaftseigentum usw. separat zu erwähnen. Das ist es hilfreich dieses gleich im Vertrag grundsätzlich vereinbart zu haben.

Klausel versichertes Gebäude

Sehr wesentlich ist eine umfangreiche Definition des versicherten Gebäudes. Auch wenn die folgende Klausel sehr umfangreich ist, aber wer denkt schon an die Sonderfälle Carport auf Gemeinschaftseigentum usw. separat zu erwähnen. Das ist es hilfreich dieses gleich im Vertrag grundsätzlich vereinbart zu haben.

Grundstückszubehör

Auch hier wesentlich ein umfangreiche Deklaration. Wer im Brandschaden die Kosten für 400 qm neues hochwertiges Pflaster bezahlen musste, der weiß wie wichtig es ist die Hofbefestigung mitversichert zu haben, um nur ein Beispiel zu nennen. Viele Anbieter bieten schon einige Positionen automatisch mit an. Hier ist aber neben der Aufzählung der versicherten Risiken darauf zu achten bis zu welchen Summen diese Schäden mitversichert sind, auch hier gibt es oft Einschränkungen.

Klausel Grundstückszubehör

In Erweiterung von Abschnitt A § 5 Nr. 1 VGB sind aa) Carports, Gewächs- und Gartenhäuser, Schuppen, Grundstückseinfriedungen (auch Hecken), Überdachungen, Pergolen, Markisen und Schilder (auch bei gewerbl. Nutzung), Schwimmbecken, Flüssigkeitsgastanks, Hof- und Gehwegbefestigungen, Hundehütten- und Zwinger, Masten- und Freileitungen, Wege- und Gartenbeleuchtungen auf dem im Versicherungsschein bezeichneten Grundstück mitversichert.

Photovoltaik

Die Photovoltaikanlage muss nicht zwangsläufig über die Wohngebäudeversicherung abgesichert werden. Eine separate Elektronikversicherung hierfür ist auch möglich.

Klausel Photovoltaikanlagen

Abweichend von Abschnittes A § 5 Nr. 3 a) VGB sind auf dem Hausdach befestigte Photovoltaikanlagen (Aufdachmontage) und Solaranlagen mitversichert. Zur Photovoltaikanlage gehören Solarmodule, Montagerahmen, Befestigungselemente, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Wechselrichter und Verkabelung.

Datenrettungskosten

Wie erwähnen es an dieser Stelle sehen aber eigentlich im Bereich Wohngebäudeversicherung keinen Grund es zu versichern. Wie man an u.a. Klausel sieht sind die Entschädigungsgrenzen sowieso sehr eng gefasst. Eigentlich kein Risiko was man nicht selber tragen könnte.

Klausel Datenrettungskosten

1. Versichert sind die infolge eines Versicherungsfalles am Versicherungsort tatsächlich entstandenen, notwendigen Kosten für die technische Wiederherstellung – und nicht der Wiederbeschaffung – von elektronisch gespeicherten, ausschließlich für die private Nutzung bestimmte Daten (maschinenlesbare Informationen) und Programme. Voraussetzung ist, dass die Daten und Programme durch eine ersatzpflichtige Substanzbeschädigung an dem Datenträger, auf dem sie gespeichert waren, verloren gegangen, beschädigt oder nicht mehr verfügbar sind. Ersetzt werden auch die Kosten einer versuchten technischen Wiederherstellung.

2. Ausschlüsse
a) Nicht ersetzt werden derartige Wiederherstellungskosten für Daten und Programme, zu deren Nutzung der Versicherungsnehmer nicht berechtigt ist (z. B. so genannte Raubkopien) Programme und Daten, die der Versicherungsnehmer auf einem Rücksicherungs- oder Installationsmedium vorhält.
b) Der Versicherer leistet keine Entschädigung für die Kos-ten eines neuerlichen Lizenzerwerbs.

3. Entschädigungsgrenzen
Der Versicherer ersetzt die Datenrettungskosten je Versicherungsfall bis zu einem Betrag von 500 EUR.

Vom Mieter eingebrachte Sachen

Dieses mitzuversichern ist schon wichtig im Einzelfall. Manchmal tätigen Mieter nicht unerhebliche Investitionen die anderweitig gar nicht versicherbar wären.

Klausel Nachträglich vom Mieter eingebrachte Sachen

Abweichend von Abschnitt A § 5 Nr. 3 b) VGB gelten in das Gebäude nachträglich eingefügte – nicht aber ausgetauschte – Sachen als versichert, die ein Mieter oder Wohnungseigentümer auf seine Kosten beschafft oder übernommen hat und daher hierfür die Gefahr trägt.

Wiederbepflanzung von Gärten

Kein Muss, aber durchaus eine sinnvolle Deckung, den Versicherungsschutz auf Bäume und gärtnerische Anlagen auszudehnen.

Klausel Wiederbepflanzung von Gärten

Versichert sind Schäden an gärtnerischen Anlagen und Bäumen, die sich vor dem Schadenereignis in ordnungsgemäßen Zustand befanden auf Erstes Risiko bis 5.000 €.

Frischwasserverbrauch

Diese mitzuversichern halten wir nicht unbedingt für notwendig. Im Schadenfall wird es sicherlich auch schwer den passenden Nachweis zu liefern, falls Sie dennoch diesen Versicherungsschutz wünschen haben wir eine entsprechende Klausel aufgeführt.

Klausel Frischwasserverbrauch

In Erweiterung von Abschnitt A § 7 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer den Mehrverbrauch von Frischwasser (auch Abwasser), der infolge eines Versicherungsfalles nach Abschnitt A § 3 Nr. 1 VGB entsteht und den das Wasserversorgungsunternehmen in Rechnung stellt.

In Erweiterung von Abschnitt A § 7 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer den Mehrverbrauch von Gas, der infolge eines Versicherungsfalles nach Abschnitt A § 3 Nr. 1 VGB entsteht und den das Gasversorgungsunternehmen in Rechnung stellt. Die Entschädigung ist auf 3.000 € begrenzt.

Aufwendungen zur Abwendung und Minderung des Schadens

Diese Kosten sollten Sei mitversichern, können doch diese Kosten im Zweifelsfall 5-stellig werden.

Klausel Aufwendungen zur Abwendung und Minderung des Schadens:

Versichert sind Aufwendungen, auch erfolglose, die der Versicherungsnehmer bei Eintritt des Versicherungsfalles den Umständen nach zur Abwendung und Minderung des Schadens für geboten halten durfte oder die er auf Weisung des Versicherers macht.

Macht der Versicherungsnehmer Aufwendungen, um einen unmittelbar bevorstehenden Versicherungsfall abzuwenden oder in seinen Auswirkungen zu mindern, geltend, so leistet der Versicherer Aufwendungsersatz nur, wenn diese Aufwendungen bei einer nachträglichen objektiven Betrachtung der Umstände verhältnismäßig und erfolgreich waren oder die Aufwendungen auf Weisung des Versicherers erfolgten.

Der Versicherer hat den für die Aufwendungen erforderlichen Betrag auf Verlangen des Versicherungsnehmers vorzuschießen.

Aufwendungen für die Beseitigung umgestürzter Bäume

Gerade bei großen Sturmschäden kann es sinnvoll sein die Beseitigung von umgestürzten Bäumen mitversichert zu haben, da es doch bei größerem Baumbestand zu erheblichen Kosten kommen kann.

Klausel Aufwendungen für die Beseitigung umgestürzter Bäume

In Erweiterung des Abschnitts A §§ 2, 4 und 7 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer die notwendigen Kosten für das Entfernen, den Abtransport, die Entsorgung und die Wiederaufforstung durch Blitzschlag, Feuer oder Sturm zerstörter oder beschädigter Bäume von dem Versicherungsgrundstück. Bereits abgestorbene Bäume sind von der Versicherung ausgeschlossen. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf maximal 10.000 EUR begrenzt.

Aufräumungs- und Abbruchkosten

Diese Kosten sollten unbedingt und in ausreichender Höhe mitversichert sein. Eine Absicherung in der Höhe der Versicherungssumme wäre schon ideal. In sehr alten Policen findet man in der Regel eine Begrenzung auf 5% der Versicherungssumme, das ist schon ein sehr kritischer Wert und dürfte oft absolut nicht ausreichen.

Klausel Aufräumungs- und Abbruchkosten

Abweichend von Abschnitt A § 7 Nr. 2 VGB sind Aufräumungs- und Abbruchkosten maximal bis zum Versicherungswert gemäß Abschnitt A § 10 VGB mitversichert.

Bewegungs- und Schutzkosten

Auch dies ist eine Kostenposition die sinnvoll ist mitzuversichern. Sollte durch ein Schadenfall es notwendig sein Dinge von ihrem ursprünglichen Ort zu entfernen so sind damit meist auch entsprechende Kosten verbunden. Schutzkosten, diese können doch teilweise recht deutliche Kostenpositionen einnehmen.

Klausel Bewegungs- und Schutzkosten

Abweichend von Abschnitt A § 7 Nr. 2 VGB sind Bewegungs- und Schutzkosten maximal bis zum Versicherungswert gemäß Abschnitt A § 10 VGB mitversichert.

Hotelkosten

Bei einem größeren Wohngebäudeschaden stellt sich immer die Frage wo man wohnen soll. Hier ist es angebracht Unterbringungskosten versichert zu haben. Man wird wohl dort nicht den worst case Fall abdecken können, also Totalschaden, denn hier dauert der Wiederaufbau seit Schadeneintritt schnell ein Jahr. Aber wir haben einfach mal eine Klausel definiert die hierfür ausreichend wäre. Grundsätzlich bekommt man ja auch noch den Mietausfall (auch als Eigennutzer) ausgezahlt, wobei der Betrag natürlich für ein Hotel in der Regel nicht reicht.

Klausel Hotelkosten

Zusätzlich zu Abschnitt A § 7 Nr. 1 VGB sind bis maximal 100 EUR pro Tag, längstens für 365 Tage, auch Kosten für Hotel oder sonstige ähnliche Unterbringung mitversichert, wenn die eigengenutzte Wohnung/das Einfamilienhaus durch einen versicherten Sachschaden unbewohnbar wurde und/oder die Nutzung von Teilen der Wohnung/des Einfamilienhauses unzumutbar ist. Nebenkosten (z. B. für Frühstück, Telefon etc.) werden nicht erstattet bis auf eine zusätzliche Pauschale von 10 € je Tag Frühstückkosten für maximal 365 Tage.

Transport-und Lagerkosten

Bei größeren Schäden kommt es in der Regel zu sogenannten Transport und Lagerkosten. Hierfür ist es sinnvoll hierfür eine Kostenposition mitversichert zu haben.

Klausel Transport- und Lagerkosten

Abweichend von den dem Vertrag zugrunde liegenden VGB 2008 sind auch schadenbedingte Transport- und Lagerkosten mitversichert. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf 10.000 € begrenzt.

Rückreisekosten aus dem Urlaub

Die ist eine der versicherbaren Kostenpositionen, die aus unserer Sicht kein Muss ist aber sicherlich in eine Premium-Variante gehören würden.

Klausel Rückreisekosten aus dem Urlaub

Versichert sind die Mehrkosten für die vorzeitige Rückreise aus dem Urlaub (Fahrtmehrkosten), wenn der Versicherungsnehmer wegen eines Versicherungsfalles vorzeitig seine Urlaubsreise abbrechen muss, um an den Schadenort (versichertes Gebäude) zu reisen. Erheblich ist ein Versicherungsfall, wenn der Schaden voraussichtlich 5.000 EUR übersteigt. Als Urlaubsreise gilt jede veranlasste Abwesenheit des Versicherungsnehmers vom Versicherungsort von mindestens 4 Tagen. Fahrtmehrkosten werden für ein angemessenes Reisemittel ersetzt, das dem benutzten Reisemittel und der Dringlichkeit der Rückreise zum Schadensort entspricht. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf maximal 5.000 EUR begrenzt.

Reparaturkosten für provisorische Maßnahmen

Sinnvoll ist es dieses mitzuversichern, wobei in vielen Fällen sicherlich diese Kosten auch Schadenminderungskosten zuzuordnen sind.

Klausel Reparaturkosten für provisorische Maßnahmen

In Erweiterung von § 7 VGB 2008 sind die infolge eines Versicherungsfalles notwendigen Kosten für provisorische Reparaturmaßnahmen zum Schutz versicherter Sachen mitversichert. Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf 5.000 € begrenzt.

Kosten für Ermittlung einer Schadenursache

Eine sehr wichtige zu versichernde Position. Manche Schadenursachen sind sehr schwer zu finden, damit mit entsprechenden Kosten belastet. Wichtig hierbei auch, das auch die Ermittlung der Schadenursache bei nicht ersatzpflichtigen Schäden mitversichert ist.

Klausel Kosten für Ermittlung einer Schadenursache

In Erweiterung von § 7 VGB 2008 sind Kosten zur Ermittlung und Feststellung der Schadenursache, auch bei nicht ersatzpflichtigen Schäden, mitversichert .

Kosten Verkehrssicherungsmassnahmen

Durch einen Schaden, z.B. großen Feuerschaden ist es z.B. notwendig umfassende Absperrmaßnahmen durchzuführen. Diese Kosten sind Kosten für Verkehrs-sicherungsmaßnahmen und sollten mitversichert sein.

Klausel Kosten für Verkehrssicherungsmaßnahmen

In Erweiterung zu § 7 VGB 2008 ersetzt der Versicherer auch die notwendigen Kosten für Verkehrssicherungsmaßnahmen bei Eintritt des Versicherungsfalls.

Regiekosten

Diesen Versicherungsschutz findet man in der Regel nur in großen Industrieverträgen. Aber gerade der private Versicherungsnehmer bedarf professioneller Hilfe im Schadenfall, wenn er keinen sehr guten Versicherungsmakler, der sich auch in der Schadenregulierung auskennt, zur Hand hat. Ein Rechtsanwalt ist da in der Regel nicht der passende Partner, da viele Dinge während der Schadenregulierung besser zu steuern sind, als vielleicht hinterher im Rechtsstreit. Wenn man nun die Kosten für einen solchen Fachmann, es gibt hiervon nur sehr wenige, mitversichern kann, ist dies natürlich für den Fall des Falles zu beruhigend.

Klausel Regiekosten

Der Versicherer ersetzt auch allgemeine Regiekosten wie Kosten für Versicherungsberater als Ersatz für Aufwendungen, die dem Versicherungsnehmer mit der Feststellung und Abwicklung des Versicherungsfalles entstehen ab einer Schadenshöhe von 15.000 €. Die Leistung ist auf 4.000 € begrenzt.

Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen

Die Mitversicherung dieser Kosten sollte auf keinen Fall fehlen, da es doch erhebliche Kostenpotentiale, gerade bei Schäden an älteren Bauwerken, auslösen kann. Zwar gibt es ein BGH-Urteil, dass evtl. zu einer Leistung des Versicherers führen würde, wenn der Versicherungsschutz das nicht beinhalten würde, aber sicher geht man mit dem Einschluss dieser Deckung.

Klausel Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen

Abweichend von Abschnitt A § 8 Nr. 4 VGB 2008 sind Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen maximal bis zum Versicherungswert gemäß Abschnitt A § 10 VGB 2008 mitversichert.

Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen für Restwerte

Hier gilt das gleiche wie bei den Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen, sie sollten unbedingt im Versicherungsschutz enthalten sein.

Klausel Mehrkosten infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen für Restwerte

1. Abweichend von Abschnitt A § 8 Nr. 3 a) dd) VGB 2008 sind bei der Anrechnung des Wertes wiederverwertbarer Reste versicherter und vom Schaden betroffener Sachen behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen zu berücksichtigen. Die Entschädigung ist jedoch begrenzt auf den Betrag, der sich vertragsgemäß ergeben würde, wenn die versicherte und vom Schaden betroffene Sache zerstört worden wäre, gekürzt um den Altmaterialwert abzüglich Aufräumungs- und Abbruchkosten.

2. Die Berücksichtigung von behördlichen Wiederherstellungsbeschränkungen für Restwerte erfolgt nur, soweit sie auf der Grundlage vor Eintritt des Versicherungsfalles erlassener Gesetze und Verordnungen beruhen. Soweit behördliche Auflagen mit Fristsetzung vor Eintritt des Versicherungsfalles erteilt wurden, werden sie für die Restwerte nicht berücksichtigt.

Mehrkosten infolge Technologiefortschritt

Diese Klausel ist naturgemäß auch eher für ältere Gebäude relevant, aber wir schlagen vor diese auch bei neuen Häusern mitzuversichern. Auch diese Häuser werden älter und meistens vergisst man dann den Versicherungsschutz anzupassen.

Klausel Mehrkosten infolge Technologiefortschritt

Ersetzt werden die tatsächlich entstandenen Mehrkosten für die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der versicherten und vom Schaden betroffenen Sache durch Technologiefortschritt, wenn die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der Sache in derselben Art und Güte nicht möglich ist. Maßgebend ist der Betrag, der für ein Ersatzgut aufzuwenden ist, das der vom Schaden betroffenen Sache in Art und Güte möglichst nahe kommt.

Mehrkosten Stand der Technik

Es stellt sich die Frage, ob man diese explizit mitversichern muss oder ob nicht die Neuwertdeckung automatisch bedeutet, dass die Wiederherstellung gemäß dem Stand der Technik (z.B. Dämmstärke, Luftdichtigkeit gemäß Wärmeschutzverordnung usw.) automatisch versichert ist. Aus unserer Sicht ist aus Gründen der Rechtssicherheit sinnvoll dieses vor dem Schadenfall mit dem Versicherer eindeutig zu klären.

Klausel Mehrkosten Stand der Technik

Ersetzt werden die tatsächlich entstandenen Mehrkosten für die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der versicherten und vom Schaden betroffenen Sache um diese gemäß dem Stand der Technik wiederherzustellen.

Kosten Preisdifferenz-Versicherung

Diese Position hat in der Regel nicht die ganz große Bewandnis, aber bei besonderen Häusern kann es aufgrund bestimmter verwendeter Baustoffe doch sehr relevant werden. Deutlich Preissteigerungen in kurzen Zeiträumen bei besonderen Baustoffen sind in der Vergangenheit schon aufgetreten.

Klausel Kosten Preisdifferenz-Versicherung

Mitversichert sind Erhöhungen des Schadenaufwands durch Mehrkosten infolge Preissteigerungen. Ersetzt werden die tatsächlich entstandenen Mehrkosten durch Preissteigerungen zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalles und der Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung. Wenn der Versicherungsnehmer die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung nicht unverzüglich veranlasst, werden die Mehrkosten nur in dem Umfang ersetzt, in dem sie auch bei unverzüglicher Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung entstanden wären.

Mietausfall für Wohnräume

Mietausfall sollt grundsätzlich mitversichert sein. Übrigens bekommt auch der Eigennutzer einen fiktiven Mietausfall, der sich an der ortsüblichen Miete orientiert, erstattet. Wichtig hierbei ist dann noch wie lange der Mietausfall geleistet wird.

Klausel Mietausfall für Wohnräume

Abweichend von Abschnitt A § 9 Nr. 2 a) VGB werden Mietausfall oder Mietwert für Wohnräume bis zu einem maximalen Zeitraum von 36 Monaten ersetzt.

Mietausfall für gewerblich genutzte Räume

Einige Gebäude werden auch gewerblich genutzt, daher ist es wichtig auch den gewerblichen Mietausfall mitzuversichern. Hierbei ebenfalls wichtig der Zeitraum für wie lange Mietausfall geleistet wird.

Klausel Mietausfall für gewerblich genutzte Räume

In Erweiterung zu Abschnitt A § 9 Nr. 1 VGB ersetzt der Versicherer auch Mietausfall oder Mietwert für gewerblich genutzte Räume.

Mietausfall oder Mietwert werden bis zu dem Zeitpunkt ersetzt, in dem die Räume wieder benutzbar sind, höchstens jedoch für 24 Monate seit dem Eintritt des Versicherungsfalles.

Mietausfall oder Mietwert werden nur insoweit ersetzt, wie der Versicherungsnehmer die mögliche Wiederbenutzung nicht schuldhaft verzögert. Der Versicherer ersetzt auch einen durch die Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften verursachten zusätzlichen Mietausfall bzw. Mietwert.

Mietausfall Schaden Nachbargrundstück

Dies ist ein Versicherungsschutz der relativ selten zu finden ist. Aber man stelle sich vor, dass Nachbarhaus hat einen Schaden, ist z. B.: einsturzgefährdet und aus diesem Grund ordnet die Behörde die Räumung Ihres Hauses an. Da bei dem geschädigten Haus auch noch die Brandursache ermittelt werden muss, was sich teilweise lange hinziehen kann, kann das beschädigte Haus auch nicht abgebrochen werden. In diesem Fall würde diese Deckung greifen.

Klausel Mietausfall Schaden Nachbargrundstück

Mietausfall oder Mietwert werden auch ersetzt, wenn die Räumung des versicherten Gebäudes durch eine zuständige Behörde angeordnet wird, weil sich auf einem Nach-bargrundstück ein Schadenfall ereignet hat, der nach den Bedingungen des vorliegenden Vertrages versichert wäre.

Haftzeit bei Auszug des Mieters infolge des Schadens

Eine Erweiterung des Versicherungsschutzes für den Mietausfall bietet die Erweiterung des Versicherungsschutzes, die Klausel ist eigentlich selbst erklärend.

Klausel Haftzeit bei Auszug des Mieters infolge des Schadens

Endet das Mietverhältnis infolge des Schadens und sind die privaten Wohnräume trotz Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt zum Zeitpunkt der Wiederherstellung nicht zu vermieten, wird der Mietverlust bis zur Neuvermietung über diesen Zeitpunkt hinaus für die Dauer von 4 Monaten ersetzt, höchsten jedoch bis zum Ablauf der Haftzeit.

Haftzeit bei Nachweis der unterbliebenen Vermietung infolge des Schadens

Eine nicht zu unterschätzende Erweiterung des Versicherungsschutzes, komplettiert die Versicherung des Mietverlustes.

Klausel Haftzeit bei Nachweis der unterbliebenen Vermietung infolge des Schadens

War das Gebäude zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles nicht vermietet und weist der Versicherungsnehmer die Vermietung zu einem in der Haftzeit liegenden Termin nach, wird der ab diesem Zeitpunkt entstandene Mietausfall bis zum Ablauf der Haftzeit gezahlt.

Sachverständigenkosten

Sehr wichtig ist die Mitversicherung dieser Kosten. Bei einem Gebäudetotalschaden können die vom Versicherungsnehmer zu tragenden Kosten schnell 5-stellig werden. Wichtig hierbei, es sollten auch die anteiligen Kosten des Obmannes mitversichert sein. Ein weiteres Highlight wäre, wenn die auch die Kosten für die Ermittlung der Ersatzpflicht mitversichert wären.

Klausel Sachverständigenkosten

Soweit der entschädigungspflichtige Schaden in seiner Höhe 10.000 EUR übersteigt, ersetzt der Versicherer die durch den Versicherungsnehmer gemäß Abschnitt A § 13 Nr. 6 VGB zu tragenden Kosten des Sachverständigenverfahrens. Ist das Sachverständigenverfahren auf einzelne Voraussetzungen der Ersatzpflicht ausgedehnt worden, so ersetzt der Versicherer auch dann die Kosten des Verfahrens, wenn der Schaden dem Grunde nach nicht ersatzpflichtig ist.

Ersatzansprüche

Hier kann man eine Abweichung von den Versicherungsbedingungen vereinbaren, durch die Regressmöglichkeit des Versicherer eingeschränkt wird.

Klausel Ersatzansprüche

Abweichend von Teil B § 14 VGV 2. gilt: Steht dem Versicherungsnehmer als Gebäudeeigentümer – Vermieter – (auch bei Teileigentum) ein Anspruch auf Ersatz des Schadens gegen einen Mieter oder Angehörigen zu und geht der Anspruch auf den Versicherer über, so kann der Versicherer diesen Anspruch nur mit Einwilligung des Versicherungsnehmers geltend machen.

Antragstellung/Versehensklausel

Eine sehr wichtige Option, die Gefahr der Verletzung von Obliegenheiten einzugrenzen ist die Vereinbarung sogenannter Versehensklauseln. Gerade Verletzungen von Obliegenheiten, sei es bei Antragstellung, siehe die folgende Klausel 1 oder bei Gefahrerhöhungen siehe Klausel 2 führen oft zum Verlust des Versicherungsschutzes.

1 Klausel Gefahrerhöhung / Versehensklausel

Es gilt vereinbart, dass durch Einreichung eines vollständig ausgefüllten Deckungsauftrages der Versicherungsnehmer seine vorvertragliche Anzeigepflicht erfüllt hat.

2 Klausel Gefahrerhöhung/Versehensklausel

Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht, so bleibt gleichwohl die Verpflichtung des Versicherers zur Leistung bestehen, wenn die Verletzung nicht auf Vorsatz beruht. Bleibt seine Verpflichtung hiernach zur Leistung bestehen, so gebührt ihm rückwirkend vom Tage der der Gefahrerhöhung an der erforderliche höhere Beitrag.

Erweiterte Anerkennung

Damit sich der Versicherer nicht darauf berufen kann, das ihm das Risiko so nicht bekannt war und er es so nicht versichert hätte, bietet sich folgende Klausel an.

Klausel Erweiterte Anerkennung

Der Versicherer erkennt, dass ihm alle Umstände bekannt geworden sind, die im Zeitpunkt der Antragstellung gegeben und für die Übernahme der Gefahr erheblich waren. Dies gilt jedoch nicht für Umstände, die arglistig verschwiegen worden sind.

Vorübergehende Abweichung von Sicherheitsvorschriften

Vielfach werden bei Umbaumaßnahmen vergessen die Sicherheitsvorschriften immer 100% einzuhalten, daher bietet es sich an durch eine entsprechende Klausel das Risiko für eine Nichtleistung im Schadenfall zu reduzieren.

Klausel Vorübergehende Abweichung von Sicherheitsvorschriften

Vorübergehende Abweichungen von Sicherheits- und Betriebsvorschriften bei Bau-, Umbau- und Reparaturarbeiten auf dem Versicherungsgrundstück gelten, soweit sie durch zwingende technische Gründe veranlasst sind und bei ihrer Durchführung die gebotene erhöhte Sorgfalt beobachtet wird, nicht als Vorstoß gegen Teil A § 16 VGB 2008 und wenn derartige Abweichungen gleichzeitig eine Gefahrerhöhung darstellen, auch nicht als Verstoß gegen Teil B § 1 VGB 2008 und Teil B § 9 VGB 2009. Abweichungen über eine Dauer von 12 Monaten hinaus gelten nicht mehr als vorübergehend.

Wiederherstellung/Entschädigungsberechnung

DDie meisten ca. 99% der Verträge auf dem Markt sehen vor, dass das Gebäude im Totalschaden um die Neuwertentschädigung zu erlangen in gleicher Art und Zweckbestimmung und am gleichen Ort wiederhergestellt werden muß, außer es ist rechtlich nicht zulässig oder wirtschaftlich nicht vertretbar. Wer möchte in der Regel schon das gleiche Haus genauso wiederaufbauen? Aber genau das muss man um den Neuwert zu bekommen, ansonsten bekommt man nur den Zeitwert der in Abhängigkeit vom Alter der geschädigten Gebäudes deutlich geringer ist. Wenn man dieses abbedingen kann, hat man sehr viel erreicht. Weiterhin ist es wichtig darauf zu achten, dass versicherte Kosten wie z.B. Aufräumungskosten, Dekontaminationskosten usw. nicht auf die Versicherungssumme angerechnet werden, sonst stellt man im Totalschaden fest, dass für die mitversicherten Kosten gar nichts geleistet wird, da die Versicherungssumme schon für die Wiederherstellung des Gebäudes komplett benötigt wird.

Klausel Wiederherstellung / Entschädigungsberechnung

In Erweiterung zu Teil A § 13 Nr. 7 VGB 2008 gilt vereinbart, dass die Voraussetzungen für die Erlangung der Neuwertentschädigung auch durch Neubau oder Erwerb von Immobilien anderer Art und an anderen Orten gegeben ist.

Abweichend von Teil A § 13 Nr. 8 VGB 2008 gilt vereinbart, dass versicherte Kosten und Mietausfall nicht auf die Versicherungssumme angerechnet werden sondern als Erstrisikoposition zur Verfügung stehen.

Repräsentanten

Sehr wichtig ist die Festlegung wer als Repräsentant zu verstehen ist. Durch die Eingrenzung auf bestimmte Personen, ist das “Fehlverhalten” nur dieser Personen z.B. durch Verletzung von Obliegenheiten oder Anzeigepflichtverletzungen dem Versicherungsnehmer zuzurechnen. Man grenzt damit also die Personengruppe ein, deren Fehler zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen können.

Klausel Repräsentanteneigenschaft

Repräsentanten des Versicherungsnehmers sind bei
natürlichen Personen der Versicherungsnehmer
juristischen Personen der Geschäftsführer
Aktiengesellschaften der Vorstand
Einzelfirmen der Inhaber
WEG’s der Hausverwalter

Differenzdeckung

Man hat den Wunsch seinen Versicherungsschutz zu verbessern. Der alte Vertrag läuft aber noch, der Versicherungsbeginn des besseren Vertrages beginnt in der Zukunft. Man möchte aber den verbesserten Versicherungsschutz jetzt schon. Dann ist dies technisch über eine sogenannte Differenzdeckung möglich. Das bedeutet man wird so gestellt, also ob man schon den neuen Vertrag hätte.

Klausel Differenzdeckung

Es wird vorausgesetzt, dass für die zu versichernden Sachen bereits bei einem anderen Versicherer Versicherungsschutz gegen die gleichen Gefahren und mit gleicher Versicherungssumme besteht. Dieser Versicherungsschutz aus anderen Verträgen geht diesem Vertrag vor. Im Anschluss hieran besteht aus diesem Vertrag Versicherungsschutz. Dabei bilden die in diesem Vertrag vereinbarten Versicherungssummen, Selbstbeteiligungen und Bedingungen den Rahmen für gleichartige Leistungen aus allen Versicherungsverträgen zusammen. Leistet ein Versicherer aus anderen Verträgen nicht oder nicht in voller Höhe, weil ein Vertrag aufgehoben oder ermäßigt wurde oder weil der Versicherungsnehmer mit der Zahlung des Beitrages in Verzug war oder eine Obliegenheit verletzt wurde, so wird dadurch die Differenzdeckung dieses Vertrages nicht vergrößert. Weitere Elementarschäden sind ebenfalls über die Differenzdeckung versicherbar.

Grobe Fahrlässigkeit

Die wird das Thema in der Schadenregulierung in der Zukunft sein. Nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz wird bei grober Fahrlässigkeit die Schadenersatzleistung im Verhältnis zum Verschulden gekürzt. Viele Vertragsbedingungen sehen weiterhin vor, dass der Versicherungsnehmer, falls der Versicherer grobe Fahrlässigkeit unterstellt, das Gegenteil erstmal beweisen muss. Hier kann man nur dringendst empfehlen den Einwand der groben Fahrlässigkeit streichen zu lassen. Achtung man unterscheidet hierbei noch die Herbeiführung des Versicherungsfalles, sowie die Obliegenheiten (vertraglichen Pflichten) des Versicherungsnehmers.

Klausel Grobe Fahrlässigkeit

Der Versicherer verzichtet auf sein Recht, die Schadenersatzleistung wegen grober Fahrlässigkeit angemessen zu kürzen: – bei der Herführung des Versicherungsfalles
- bei Verletzungen von Sicherheitsvorschriften und sonstigen Obliegenheiten.. (hier gilt ein Selbstbehalt je Schadenfall von 10% sofern die Quotelung keine günstiger Quote für der Versicherungsnehmer ergibt).
- Die Beweislast für die grobe Fahrlässigkeit trägt der Versicherer.

Unterversicherungsverzicht

Das Thema Unterversicherung sollte möglichst durch die Ermittlung der richtigen Versicherungssumme mit anschließender Bestätigung durch den Versicherer gelöst werden. Nicht immer ist das gerade bei alten Gebäuden, bei denen es keine aktuellen Daten wie Wohnfläche usw. gibt ohne sehr großen Aufwand möglich. Damit es wenigstens bei kleineren und mittleren Schäden keine Probleme gibt, sollte man versuchen zu erreichen, dass bis zu bestimmten Schadenhöhen der Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung verzichtet.

Klausel Unterversicherungsverzicht

Der Versicherer nimmt im Versicherungsfall bis zu einer Höhe von € 100.000 keinen Abzug wegen Unterversicherung vor (generell vereinbarter Unterversicherungsverzicht)

 

Das von der Holger Schnittker Versicherungsmakler GmbH aufgestellte Klauselwerk zur Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung sehen wir als Benchmark für den geeigneten Versicherungsschutz. Anhand der aufgestellten Klauseln und deren Erläuterung wird dem Verbraucher eine sehr gute Möglichkeit gegeben verschiedene Angebote zu vergleichen. Aufgrund unserer Spezialisierung in der Betreuung von Versicherungsnehmern in Schadensfällen gegenüber Versicherern und der damit verbundenen Erfahrungen können wir nur ausdrücklich empfehlen möglichst viele der dargestellten Klauseln mit ihrem Versicherer zu vereinbaren.

Dieter Freigang, Versicherungsberater, Spezialist für Schadenmanagement, Lindlar